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Kultur-FörderungBearbeiten

"Der öffentlich-rechtliche Rundfunk wurde über viele Jahre immer wieder als Mäzen für die Kultur bezeichnet. Diese Charakterisierung ist zumindest irreführend. Der öffentlichrechtliche Rundfunk hat als Medium und Faktor einen Auftrag für die Gesellschaft zu erfüllen. Hierzu gehört, gemäß der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichtes, insbesondere dem Rundfunkurteil von 1961, der sogenannten Magna Charta des Rundfunks, auch der Kulturauftrag.
Öffentlich-rechtlicher Rundfunk wird im Auftrag der Gesellschaft veranstaltet. Die Bürgerinnen und Bürger sind es, die mit ihren Gebühren den Rundfunk finanzieren, damit er seinen Auftrag erfüllt. In seinem Urteil vom 4.11.1986 hat das Bundesverfassungsgericht erneut eine essentielle Funktion des Rundfunks für das kulturelle Leben in der Bundesrepublik festgestellt. Es ist also nicht der Rundfunk, der aus seiner Aufgabe heraus eine Mäzenatenfunktion wahrnimmt, sondern, wenn überhaupt, ist es die Gesellschaft, sind es die Bürgerinnen und Bürger, die sich einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk leisten. (Hierauf haben Fohrbeck und Wiesand in ihrer Untersuchung zum WDR zu Recht hingewiesen, Siehe Karla Fohrbeck/JohannesWiesand, „Der WDR als Kultur- und Wirtschaftsfaktor“, Köln 1989)

Programme, wie sie der öffentlich-rechtliche Rundfunk zur Wahrnehmung seines Kulturauftrages veranstaltet, sind also keine freiwilligen Leistungen eines Mäzens, sondern eine Pflichtleistung im Auftrag der Gesellschaft. Insoweit ist die Bezahlung von Künstlerinnen und Künstlern, von Autorinnen und Autoren sowie Filmschaffenden u.a. auch nicht als „Subvention“ im Stil barocken Mäzenatentums anzusehen. Gerade in Zeiten knapper werdender Finanzmittel auch im öffentlichrechtlichen Rundfunk kann nicht deutlich genug betont werden, dass künstlerische Leistungen, aber selbstverständlich auch die Arbeit aller anderen Rundfunkmitarbeiterinnen und -mitarbeiter, angemessenen zu bezahlen sind. (verdi)

QuoteBearbeiten

[...] Auf die Frage, welchen Kulturbegriff sie bei ihrer Programmarbeit zu Grunde legen, fielen die Antworten von ARD und ZDF deutlich unterschiedlich aus.
Während seitens der ARD differenziert die verschiedenen Kulturprogramme und Sendungen dargelegt wurden (orientiert an klassischen Feldern der Hochkultur wie Literatur, Theater, Kunst, Oper, Ballett oder ernste Musik), die dann unter einem durchaus weiten Kulturbegriff subsumiert wurden, legte das ZDF von vornherein diesen
weiten Kulturbegriff seinem Gesamtprogramm zu Grunde.
Nach einer ausführlichen Darstellung aller einzelnen Programmangebote und Sparten wurde in Beantwortung der dritten Enquetefrage zur „Kategorisierung von Kultursendungen“ deutlich, dass auch hier die Einschaltquote Grundlage der Programmbewertung ist."
(verdi)

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