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(1of3) Triumph of the Nerds Impressing Their Friends. 1996 Documentary50:13

(1of3) Triumph of the Nerds Impressing Their Friends. 1996 Documentary

(2of3) Triumph of the Nerds Riding The Bear. 1996 Documentary50:21

(2of3) Triumph of the Nerds Riding The Bear. 1996 Documentary

Die aktuelle Kulturrevolution des Computerzeitalters erfasst auch die Politik - wenn auch mit Verzögerung gegenüber den wirtschaftlichen Märkten.

Die Kulturrevolution des Computerzeitalters umfasst vor allem die Entwicklung von Hardware und mit dieser über Programmiersprachen kommunizierenden Software, das Betriebssystems und die Benutzeroberflächen.

Eine der besten Beschreibungen dieser technologischen Revolution findet sich in dem Film "triumph of the nerds". Eine gekürzte Fassung in Deutsch findet sich hier.

Triumph of the Nerds (3 3) - Great Artist steal50:13

Triumph of the Nerds (3 3) - Great Artist steal

Daher wird die Kulturrevolution der Politik beschrieben in:


Die Kultur-Epoche der ComputerBearbeiten

X mess Dirk Baecker zu den Thesen nächster Gesellschaft03:29

X mess Dirk Baecker zu den Thesen nächster Gesellschaft

Gehen wir davon aus, dass unser aktuelles "Computerzeitalter" eine mindest genauso große Evolution ist, wie die dominierenden Kulturtechniken der vergangenen vier Millionen Jahre - Sprache (Tribale Gesellschaft / Stammesgesellschaft), Schrift (Antike Gesellschaft) und Buchdruck (moderne Gesellschaft) - dann befinden wir uns in einer neuen Kultur-Epoche.

Diese Sichtweise von vier großen Kultur-Epochen geht davon aus, dass jedes dieser Zeitalter ein dominierendes Kommunikations- und Verbreitungsmedium innehatte, welches jeweils das vorherige Zeitalter "überforderte". Jedes dieser neuen Medien stellt zunächst ein Problem für die vormalige Gesellschaft dar, weshalb die Gesellschaft zunächst ablehnend reagiert. Diese These des "Kulturpessimismus" wird von den Soziologen dem "Ökonomismus" gegenübergestellt, der sich über jedes neue Medium aufgrund von Rationalisierung und Profitmaximierung freut.

Nur, wenn ein gesellschaftlicher, kommunikativer Umgang mit der großen Reichweite dieser Medien gefunden wird, findet eine wirkliche Adaption und Integration der damit verbundenen Möglichkeiten statt.

"Platon schaut nach Ägypten und befürchtet die Bürokratisierung der griechischen Polis und das Erkalten der menschlichen Kommunikation, wenn man beginnt, sich auf die Schrift und damit eine mechanische Gedächtnisstütze zu verlassen. Das Gegenteil war der Fall. Die Griechen erfanden in der Auseinandersetzung mit der Schrift die Philosophie, und die frühe Neuzeit erfand in der Auseinandersetzung mit dem Buchdruck die Welt der Gefühle." (FAZ)

Selbst Kant befürchte negative Auswirkungen des Buchdrucks, denn viele Leser würden das Gelesene unreflektiert herausposaunen. Kant frage sich in seinem Aufsatz "Was ist eigentlich Aufklärung", ob es sinnvoll sei, dass nur Gelehrte lesen dürften und Meinung nur geäussert werden dürfe, wenn ein zweiter Gelehrter zum Kritisieren anwesend sei. (siehe auch Jura-Blog & capurro.de)

Als eine Folge von Schrift, dem Buchdruck, der folgenden Bücherflut und noch mehr unfundierten Meinungsäusserungen entwickelte sich die Kulturtechnik der Kritik. Im darauf folgenden Zeitalter des Computers übersteigert sich die Kritik - obwohl diese der Informationsflut nicht mehr, wie im Buchdruck, alleine gerecht werden kann. Während Kritik als Kulturtechnik das geistige Duellieren ablöst, drohen wir im aktuellen Zeitalter in sogenannten "Shitstorms" zu ertrinken. Innerhalb der Informationsflut ist uns eine Orientierungsgöße abhanden gekommen, was denn Recht und richtig - aufgeklärt - sei. Daher ist jeder auf sich selbst zurück geworfen, anhand der vielzahl von Quellen und sich widersprechender fachlicher Meinungen, zu entscheiden was für richtig empfunden wird.

Die Neuen Medien konfrontieren uns mit unglaublich vielen Einzelpunkten, die uns vor allem in ihrer Fülle geradezu überfordern. Wir erahnen erst, dass die globalen und lokalen Probleme der Menschheit mit Hilfe des Internets leichter gelöst werden könnten - und gleichzeitig beginnen wir die bislang unermesslichen Risiken zu erfassen, denen wir durch das Internet ausgesetzt sind.

siehe auch:


"Gewiß, zwei Völker und zwei Sprachen werden einander nie sich so verständlich und so intim mitteilen können wie zwei einzelne, die derselben Nation und Sprache angehören. Aber das ist kein Grund, auf Verständigung und Mitteilung zu verzichten. Auch zwischen Volks- und Sprachgenossen stehen Schranken, die eine volle Mitteilung und ein volles gegenseitiges Vertrauen verhindern, Schranken der Bildung, der Erziehung, der Begabung, der Individualität. Man kann behaupten, jeder Mensch auf Erden könne grundsätzlich mit jedem andern sich aussprechen, und man kann behaupten, es gebe überhaupt keine zwei Menschen in der Welt, zwischen denen eine echte, lückenlose, intime Mitteilung und Verständigung möglich sei - eins ist so wahr wie das andre."
- Hermann Hesse, Das Glasperlenspiel

Die "(Programmier-) Sprachen der Politik"Bearbeiten

Die "Betriebssysteme der Politik"Bearbeiten

Die "Benutzeroberflächen der Politik"Bearbeiten

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